Waldeck-Frankenberg
Der erste Schritt ist bereits gemacht: Der Server für Waldeck-Frankenberg steht und bildet den Ausgangspunkt für dieses Projekt.
Hier soll zunächst eine lokale Community entstehen und wachsen.
Info
Mastodon ist ein dezentrales soziales Netzwerk. Das bedeutet: Es gibt nicht den einen großen Betreiber, der alles kontrolliert. Stattdessen kann jeder seinen eigenen Server betreiben und trotzdem mit Menschen auf anderen Servern kommunizieren.
Damit möchte ich eine Alternative zu den großen sozialen Netzwerken schaffen – fernab von Konzernen, personalisierter Werbung und möglichst auch der ständigen Überwachung und Datensammelei.
Dieses Projekt ist mein privates und persönliches Vorhaben, Mastodon hier im Kreis und darüber hinaus bekannter zu machen und eine lokale Community aufzubauen. Einfach mal den großen Plattformen den Rücken kehren und schauen, was daraus entstehen kann.
Wenn ihr hierherkommt, solltet ihr vielleicht etwas anderes erwarten als von den klassischen Social-Media-Plattformen.
Kein endloses Doomscrolling, keine Minecraft-Speedruns im Sekundentakt und möglichst auch kein anderer neuzeitlicher Schwachsinn, mit dem man sonst stundenlang zugedröhnt wird.
Die Server werden von mir privat betrieben und finanziert. Speicherplatz, Traffic und der ganze technische Betrieb kosten natürlich Geld. Deshalb gibt es hier auch keine riesige Infrastruktur eines Milliardenkonzerns im Hintergrund.
Das Schöne am Fediverse ist allerdings: Ihr seid nicht auf diesen einen Server beschränkt. Ihr könnt Menschen auf anderen Servern folgen, mit ihnen kommunizieren und – sofern dort eine Registrierung angeboten wird – auch jederzeit einem anderen Server beitreten.
Angefangen hat das Ganze für mich spätestens in dem Moment, als Instagram und andere große Plattformen immer stärker in eine Richtung gingen, mit der ich mich nicht mehr identifizieren konnte.
Dazu kamen politische und regulatorische Entwicklungen rund um Verschlüsselung und Datenschutz. Und spätestens bei der Entscheidung, entweder Werbung akzeptieren oder dafür bezahlen zu müssen, war für mich klar: Ich möchte eine Alternative.
Dabei geht es mir nicht darum, Instagram, TikTok oder andere Plattformen komplett abzuschaffen. Jeder soll selbst entscheiden können, was er nutzt.
Ich möchte einfach zeigen, dass es auch anders geht.
Am Ende ist es eigentlich ganz simpel:
Ich möchte eine lokale Community aufbauen.
Ein soziales Netzwerk, das man öffnet und nicht sofort von Fake News, KI-generierten Videos, Werbung und irgendwelchem Algorithmus-Quatsch erschlagen wird.
Stattdessen soll hier echter Austausch zwischen echten Menschen im Vordergrund stehen.
Ich möchte dabei auch ganz ehrlich sein: Gerade am Anfang wird hier wahrscheinlich nicht besonders viel los sein. Vielleicht sogar sehr wenig.
Und genau das ist eines der größten Probleme, vor denen Mastodon und kleinere soziale Netzwerke stehen.
Viele Menschen kommen hierher, erwarten Instagram mit tausenden Beiträgen, Reels und Benachrichtigungen im Minutentakt – und stellen fest, dass es hier zunächst deutlich ruhiger ist. Dann gehen sie wieder zurück zu Instagram, weil dort „mehr los ist“.
Und genau dadurch entsteht ein Teufelskreis:
Diesen Kreislauf können wir nur gemeinsam durchbrechen.
Deshalb würde ich mir wünschen, dass ihr nicht sofort wieder geht, nur weil hier am Anfang noch nicht so viel passiert. Postet selbst etwas. Erzählt, was euch beschäftigt. Teilt Fotos, Gedanken, Veranstaltungen, Neuigkeiten aus der Region oder einfach irgendeinen Blödsinn, über den ihr lachen musstet.
Denn eine Community entsteht nicht dadurch, dass man darauf wartet, dass andere sie aufbauen. Eine Community entsteht dadurch, dass Menschen anfangen, sie zu leben.
Vielleicht ist hier heute noch nicht viel los.
Aber wenn wir dranbleiben, könnte das in einem Jahr schon ganz anders aussehen.
Und vielleicht können wir dann tatsächlich irgendwann sagen:
„Instagram? Brauchen wir eigentlich gar nicht mehr.“
Der erste Schritt ist bereits gemacht: Der Server für Waldeck-Frankenberg steht und bildet den Ausgangspunkt für dieses Projekt.
Hier soll zunächst eine lokale Community entstehen und wachsen.
Parallel dazu möchte ich ein eigenes Relay für Nordhessen aufbauen.
Ein Mastodon-Relay kann man sich vereinfacht wie eine Art Verteiler zwischen verschiedenen Mastodon-Servern vorstellen. Server, die mit dem Relay verbunden sind, können öffentliche Beiträge miteinander austauschen, ohne dass jeder einzelne Server direkt mit allen anderen Servern verbunden sein muss.
Das Ziel wäre damit, die verschiedenen Mastodon-Server und Communities in Nordhessen stärker miteinander zu vernetzen und gleichzeitig eine eigene Infrastruktur für die Region aufzubauen.
Wenn das Projekt gut läuft, könnten später weitere lokale Server für andere Landkreise und Regionen dazukommen – beispielsweise für Marburg und Umgebung.
Idealerweise passiert das in Zusammenarbeit mit Menschen, die selbst vor Ort wohnen und Lust haben, eine solche lokale Community mit aufzubauen und zu betreuen.
So könnte langfristig ein kleines regionales Mastodon-Netzwerk für Nordhessen und Umgebung entstehen.
Das Ganze ist bewusst kein fertiges Großprojekt mit einem riesigen Masterplan. Es soll Schritt für Schritt wachsen – abhängig davon, wie viele Menschen Interesse daran haben und was sich daraus entwickelt.
Mal schauen, wohin die Reise geht. :)
Schön, dass ihr da seid!